Von Indien nach Deutschland
Sarahs Weg zu einem zweiten Zuhause.
Der Umzug um die halbe Welt ist ein mutiges Vorhaben, aber das eigene Leben und die Karriere in einem
völlig neuen Land ganz alleine neu aufzubauen, hat noch einmal eine ganz andere Dimension.
Meine Reise begann in Neu-Delhi, Indien, wo ich meinen Bachelor in Physiotherapie komplett auf Englisch
absolviert habe. Angetrieben von einer Leidenschaft für das Gesundheitswesen und dem Wunsch
nach internationaler Weiterentwicklung traf ich die mutige Entscheidung, ganz alleine den Weg nach Uelzen
zu gehen, um Teil des Teams von Fit im Norden zu werden.
Die Vorbereitung auf einen so großen Umbruch erforderte sorgfältige Planung. Lange bevor ich meine Koffer
packte, stellte ich mich auf die sprachlichen Anforderungen der klinischen Versorgung in Deutschland ein
und lernte bereits während meines Studiums eigeninitiativ die deutsche Sprache. Die akademische
Vorbereitung unterscheidet sich jedoch grundlegend von der Realität im Alltag.
Bei meiner Ankunft in Uelzen musste ich im Grunde bei Null anfangen. Da ich absolut niemanden kannte
und vor Ort noch nichts aufgebaut war, war ich aus der Ferne stark auf die emotionale und logistische
Unterstützung meiner Familie in Indien angewiesen. Dennoch brachte die Realität eines
Neuanfangs einen Berg administrativer Hürden mit sich durch behördliche Dokumente, Vereinbarung
offizieller Termine bis hin zur Einrichtung einer leeren Wohnung ohne jegliche lokale Ressourcen.
Die ersten Wochen brachten einen tiefen kulturellen und sprachlichen Schock mit sich.
Nachdem ich 19 Jahre lang ausschließlich auf Englisch gelernt und kommuniziert hatte, fühlte es sich
völlig fremd an, plötzlich in ein rein deutschsprachiges Arbeitsumfeld zu gelangen. Zeitweise fühlte ich
mich wie ein kleines Kind, das seinen Kollegen auf Schritt und Tritt folgte und immer wieder nach der
Bedeutung der grundlegendsten Begriffe fragte. Ich habe jeden Tag so viel dazu gelernt, und ehrlich gesagt
ist die sprachliche Anpassung auch heute noch eine tägliche Lernkurve.
Was diesen großen Umbruch jedoch in eine herzerwärmende Erfolgsgeschichte verwandelte, war das
unglaubliche Team bei Fit im Norden. Vom ersten Tag an empfingen mich meine Chefin und meine
Kollegen mit einer Herzenswärme und Unterstützung, die alles übertraf, was ich mir jemals hätte vorstellen
können. Ihre Hilfsbereitschaft ging weit über die regulären Arbeitszeiten und beruflichen Pflichten hinaus; sie griffen mir bei persönlichen Angelegenheiten unter die Arme und halfen mir dabei, in einer Stadt Fuß zu
fassen, in der ich anfangs niemanden kannte.
Wann immer sich die Sprachbarriere unüberwindbar anfühlte, fingen meine Kollegen mich
auf. Sie bewiesen endlose Geduld, erklärten mir komplexe klinische Konzepte und tägliche Abläufe immer
wieder mit ganz viel Ruhe. Sie taten weit mehr, als von ihnen verlangt wurde und weit mehr, als ich jemals
erwartet hätte und sorgten dafür, dass ich mich bei meinen Herausforderungen nie allein gelassen fühlte.
Wenn ich zurückblicke, ist es kaum zu glauben, dass ich mir in so kurzer Zeit eine neue Heimat und ein
erfüllendes Leben in einem Land aufgebaut habe, das so weit von zu Hause entfernt ist. Meinen beruflichen
Weg bei Fit im Norden zu gestalten, war eine unglaubliche Reise voller Herausforderungen, Wachstum und
Integration.
All dies wäre ohne das außergewöhnliche Mitgefühl meiner Chefin und meiner wunderbaren
Kollegen nicht möglich gewesen, die eine fremde Stadt in ein echtes zweites Zuhause verwandelt haben.

